der bob als trendfrisur 2016

Stufen Bob Frisur (c) Tracey Hughes
© Tracey Hughes

Der Bob hat eine sehr lange Tradition: Durch geschichtliche Überlieferungen ist uns bekannt, dass der Pagenkopf zu Zeiten der alten Ägypter, damals schon ein sehr beliebter Haarschnitt war.

Die Frisur wurde nicht nur bei den Damen gesehen, sondern auch die Herren der damaligen Zeit trugen diesen besonderen Schnitt. Der Pagenkopf wurde seinerzeit bei den Damen kürzer und bei den Herren etwas länger getragen und einen Pony der tief in die Stirn ging und horizontal geschnitten war. Dank Wandbemalungen der Pyramiden, Abbildungen einer Sphinx und Schriftrollen sehen wir die Aufzeichnungen der alten Ägypter, und was sie wirklich am Leibe trugen, ihren Schmuck und die Frisuren.

Woher stammt die Bob Frisur? Wer hat sie und vor allem wann getragen?

Wer es gerne, bei Überlieferungen, etwas moderner hat kann auf die Erfindung der Fotografie und des Films zurückgreifen. Fotos zeigen, dass seit Anfang der 20er Jahren der Bob ein großes Revival erhielt und dazumal fast an jeder Frau zu sehen war. Das Bild der Frau begann sich in dieser Zeit zu wandeln und die Emanzipation nahm ihren Einzug und der Bob war eines der Zeichen dafür. In der Mode nahmen sich die Frauen die Freiheit und trugen einen Hosenanzug, was bis zu diesem Zeitpunkt nicht vorstellbar war, den eine Dame war steht’s mit einem Rock oder Kleid zu sehen. Dies war damals mitunter auch ein positives Statement jener Frauen sich zu emanzipieren. Der Bob war eine unverkennbare Frisur der Zeit, er wurde sehr kurz geschnitten bis etwa in Ohrläppchenlänge und der Pony wurde gerade gehalten. Der Kurzhaarschnitt war stylish und sehr praktisch von der Handhabung für die Damenwelt. Der Bob erhielt so auch die Bezeichnung „Page Boy“ oder auch „Garcon Schnitt“ was soviel heißt wie „Haarschnitt für Knaben“. War man im Besitz eines Ondulier-Eisens konnte man die Haare wellen und verlieh dem Bob einen zusätzlichen Schick.

Zwischen den 50er und 60er Jahren kristallisierte sich der klassische Pagenkopf wieder mehr hervor. Der Unterschied zum Bob ist, dass bei der Pagenkopf Frisur, die Haare länger sind und bis zur Kieferlänge gehen. Er ist nicht angestuft am Hinterkopf und der Nacken wird nicht ausrasiert. Der Pony darf auf keinen Fall fehlen, denn er ist ein wichtiger Teil für den Pagenkopf. Dieser wird gerade horizontal geschnitten. Im Vergleich kann man bei einem Bob den Pony z.B. stark ausfransen oder schräg schneiden und wenn gewünscht auch mit einem Undercut versehen, um dem Pony etwas von seinem Volumen zu nehmen.

Vidal Sassoon setzte in den 60ern einen Status mit dem klassischen Bob, er ist maßgeblich daran beteiligt, dass sich die Frisur - Bob weiter entwickelt hat. Viele Stars ließen sich von ihm die Haare schneiden und waren einfach begeistert, die Frisur viel, dank des präzisen Schnitts, bei jeder Bewegung wieder in die Passform zurück und verlor nicht an Volumen. Und so entstand auch sein Leitspruch wenn er mit dem Spiegel vor seinen Kundinnen stand und sagte: Shake it! Etliche Magazine schilderten über die Frisuren-Revolution des Bobs, der somit noch mehr zu einer der beliebtesten Haarschnitte wurde.

asymmetrischer Frisuren Bob (c) Tracey Hughes
© Tracey Hughes

Die Bob Frisur - ein Gewinner am Frisurentreppchen

Das geniale am Frisuren Bob ist, dass es unvorstellbar viele Variationen an Schnitttechniken gibt und man mit Farbakzentuierung jeden Typ gerecht werden kann. Bis zur heutigen Zeit hat es der Bob geschafft sich immer wieder aufs Neue zu präsentieren. Vom klassischen Pagenkopf-Schnitt bis zum angesagten Asymmetrischen-Bob, mit schrägem Pony. Der Friseur kann anhand dieser Vielfalt nahe zu jede Kundin glücklich machen, es spielt keine große Rolle ob die Haarstruktur glatt oder gelockt ist, ob man dickes- oder feines Haar hat, mit dem richtigen Haarschnitt versehen ist auch das selber stylen zu Hause kein Problem mehr. Fast jede Frau kennt das Schicksal, dass die Frisur beim Friseur 1A aussieht und wenn man sich zu Hause nach dem Haare waschen und Fönen, in den Spiegel schaut will einem nicht mehr dasselbe Gesicht ansehen. Zu komplizierte Techniken mit Rundbürsten und Stylingprodukten sind ein Grauen und schaffen für den Friseurkunden Verdruss. Mit einem Bob an Ihrer Seite, sind Sie ein Gewinner und legen diese alten Sorgen einfach ab.

Aufzählung der unterschiedlichen Bob Variationen

Aus den vielen Jahrzehnten, in dem die Bob Frisur mehr oder weniger in Mode war, entsprangen dank kreativer Friseure viele unterschiedliche Variationen des Bobs. Dazu gehören unter anderem neben dem klassischen Bob auch die Pilz-, Stufen-, Long-, A-Line- und Mod-Bob Variante. Wir haben all diese Frisuren explizit beschrieben und zusätzlich mit einem Frisuren Bild ergänzt damit man sich wortwörtlich ein Bild davon machen kann, wie das denn in der Realität aussieht. Leider haben wir derzeit nicht für jede Bob Frisur das passende Frisuren Foto parat, aber wir werden diese so schnell als möglich ergänzen. Zusätzlich werden auch alle neuen Bob Modelle von uns ergänzt, sobald wir einen neuen entdecken. Nochmaliges vorbei schauen lohnt sich!

Einer der wohl heutzutage bekanntesten Formen ist der Asymmetrische Bob. Das hat natürlich so einige Gründe. Nicht zuletzt, weil diese Frisur sehr gerne von bekannten Stars wie z.B. „Rihanna“ oder „Victoria Beckham“ getragen wird/wurde. Es ist optisch eine auffällige Variante dieses Haarschnitts. Der Bob wird im Nackenbereich asymmetrisch geschnitten und geht seitlich im Verlauf länger zum Kinn, oder auch darunter. Beide Seiten der Frisur haben merkbar unterschiedliche Längen und können auch noch weitere Abstufungen erhalten. Auch der Pony darf bei diesem Bob eine gewisse Schräge erhalten und länger oder kürzer geschnitten sein als bei anderen Bob-Modellen. Mit Strähneneffekten oder Teil-Colorationen kann die Asymmetrie des Bobs sehr gut hervorgehoben werden.

Der Stufen Bob ist ein flotter Schnitt der Volumen besitzt und bei jeder Bewegung ein bisschen anders wirkt. Die Konturen werden rundum stufig geschnitten, dabei kann die Länge des Bobs durchaus unterschiedlich sein. Auch der Pony erhält einen stufigen Schnitt. Mit dem richtigen Styling lässt sich der Stufen Bob toll akzentuieren und wird zum Hingucker.

asymmetrische Pilz Bob Frisur (c) Tracey Hughes
© Tracey Hughes

Ein Bob der nicht so schnell zu jedem Gesicht passt ist der Pilz Bob. Dieser Stil verlangt eine gewisse Symmetrie der Gesichtslinien, sonst kann er ungewollt Details betonen die nicht erwünscht sind. So hat der Pilz Bob seine Liebhaber bei jeden Damen, die sicher sein können, dass diese Variante des Bobs nicht so häufig getragen wird bzw. zu sehen ist. Der Schnitt besteht aus viel Volumen am Oberkopf und geht wie der Namen sagt rundum. Er ist etwas kürzer in der Passform und geht mit dem Pony einher.

Eine sehr trendiger Bob ist der Mod Bob. Er geht dank seines gestuften Schnitts bei jeder Bewegung mit und sieht immer toll aus. Für einen Mod Bob ist ein exakter Stufenschnitt notwendig, der weitere Verlauf der Kontur ist fransig und geht oberhalb der Kinnlinie fort. Einen fransigen Verlauf bekommt auch der Pony bei diesem Bob und wird etwas länger in das Gesicht getragen. Den Mod Bob sieht man immer wieder an Models und Hollywood-Stars zum Beispiel: Katie Holmes, er ist durch seine lockere Struktur beliebt und schmeichelt der Gesichtsform.

Der A-Line Bob ist ein extrem geometrischer Haarschnitt. Er verlangt vom Friseur ein gutes Augenmaß und das Können seines Handwerks. Beim A-Line Bob wird das Seitenhaar in Kinnlänge gerade abgeschnitten und der Pony bekommt ebenso einen ganz geraden Schnitt der nicht zu tief zu den Augenbrauen geht. Durch die geometrisch geradlinige Schnittform erhielt der Bob seinen Namen, er erinnert an den Buchstaben A.

Wenn man über einen gewissen Zeitraum lange Haare trägt und Interesse an einer neuen Frisur hat, dann kommt der Long Bob ins Spiel. Er ermöglicht seinem Träger sich langsam an kürzere Haare zu gewöhnen, denn ein radikaler Kurzhaarschnitt kann eventuell eine zu enorme Umstellung sein und Unbehagen, statt einem Wohlfühlfaktor auslösen. Beim Long Bob wird die Haarlänge auf nicht ganz Schulterlänge geschnitten, er kann gerade oder auch leicht gestuft werden und das bis in den Nackenbereich auf gleicher Länge. Was den Long Bob besonders auszeichnet ist sein Seiten- oder Mittelscheitel, denn dieser Bob hat keinen Pony. Celebrities wie Paris Hilton oder Verona Feldbusch-Pooth trugen in der Vergangenheit bereits diese Long Bobs.

klassische Bob Frisur (c) Tracey Hughes
© Tracey Hughes

Last but not least, der klassische Bob. Er ist frech und stylish zugleich und liegt schon seit langem im Frisurentrend. Was in den 20er Jahren an fast jeder Dame zu sehen war, auch bei den Revue-Girls in den Shows, ist heutzutage bei der großen Auswahl an Bobs eine weitere Möglichkeit dieses Frisurenstils. Der klassische Bob ist von der Länge angefangen beim Backenknochen bis hin zur Kinnlänge gerade geschnitten, und ebenso der Pony wird horizontal gehalten aber nicht zu lange. Heute kann man sich diesen beliebten Haarschnitt auch schon um ein wenig Geld als Perücke kaufen, so sieht man ob einem diese Frisur zum Gesicht steht. Der Bob wird meist mit glattem Haar, das ein bisschen nach innen gefönt wird getragen. Optisch wurde uns dieser Bob mit dem Film Die fabelhafte Welt der Amélie wieder näher gebracht. Die reizende Schauspielerin: Audrey Tautou, trug diese klassische Bob Frisur und war in ihrer Rolle einzigartig.